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Eine bewegendeGeschichte mit starken Figuren, zugleich eine philosophische Auseinandersetzung mit zentralen Fragen unserer Existenz
Wie die meisten Menschen, so möchte auch der Mann, der nicht sterben wollte, wie er im märchenhaft anhebenden Roman tituliert wird, sein unweigerliches Ende lieber nicht zur Kenntnis nehmen. Der exilierte Ungar hat kaum Zeit für seine Krankheit, die schließlich doch zum Tode führen wird. Nur will er, der weltgewandte Geschäftsmann, nicht anerkennen, dass für ihn gelten soll, was trotz einer hochentwickelten Medizin für alle Menschen gilt: das Leben endet mit dem Tod.
Begleitet wird er von der Ich-Erzählerin, die zunächst lediglich Nachbarin auf derselben Etage eines Mietshauses und so ganz anders als er selbst ist. Dann aber werden aus Fremden Freunde und zwischen zwei grundverschiedenen Menschen – hier der Businessmann, dort die engagierte Kämpferin für eine lebenswerte Umwelt – entsteht eine ergreifende Beziehung. Erzählt werden dieser Prozess und die Geschichte vom Mann, der nicht sterben wollte, in 45 kurzen Kapiteln, die immer neue Aspekte beleuchten. Dabei lassen der zwischen zarter Intimität und reflektierender Distanz changierende Erzählton, die expressive Sprache sogleich innerlich aufhorchen, und obschon das Thema ernst ist, zieht die Autorin die Leser*innen mit ihrem fünften Roman sofort in Bann und hinterlässt einen tiefen Eindruck
Die Autorin
Catherine Lovey

Catherine Lovey, 1967 in eine Bergbauernfamilie imVal d’Entremont im Wallis geboren, lebt heute im KantonWaadt. Sie studierte zunächst Internationale Beziehungenund anschließend Kriminologie und arbeitete als Journalistin für Printmedien mit den Schwerpunkten Wirtschaft und Finanzen. Ihren ersten Roman L’Homme interdit veröffentlichte sie 2005 im Verlag edition Zoé. Es folgten vier weitere Romane, literarische Reportagen, Essais und Theaterstücke.
In deutscher Übersetzung liegt nun ihr jüngstes Werk vor: Geschichte vom Mann, der nicht sterben wollte, das mit mehreren renommierten Preisen ausgezeichnet wurde, u.a. dem Schweizer Literaturpreis 2025
Weitere Infos: www.catherine-lovey.com
Walter Pfäffli, geboren 1961 in Kriens, studierte Germanistik, Philosophie und Vergleichende Literatur. Eine Ausbildung in Information und Dokumentation führte ihn an die Schweizer Nationalbibliothek in Bern, wo er seine Leidenschaft für literarische Übersetzungen entdeckte.
Foto © Ayse Yavas